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Biale, D.: Traditionen der Säkularisierung

Seit Jahrzehnten ist das akademische Denken und das religiös-kirchliche Leben von dem Problem der Säkularisierung bewegt. Glaubensinhalte und -praktiken wurden und werden fundamental verschoben. Dass dies nicht nur im Christentum so ist, sondern dass Säkularisierung in wohl allen Religionen vorkommt, zeigt dieses neue Buch am Beispiel des Judentums.

Im Vorwort erzählt der Verfasser aus seiner eigenen Familiengeschichte und gibt damit einen ersten Einblick in die verschiedenen Wege in die Moderne. Insgesamt geht es dem Professor für Jüdische Geschichte und Direktor des Davis Humanities Institute der University of California in Davis um die Breite säkularen jüdischen Denkens.

In Kapitel 1 untersucht Biale drei säkulare Denkmuster, „von denen jedes dialektisch in prämodernen Texten verankert ist.“ (S. 31) Das erste „ist die Transformation des biblischen Gottes in Natur“ (ebenda), etwa durch Baruch Spinoza. Auf dem Umschlageinband sind sechs Buchrücken zu sehen. Eines der sechs Bücher ist Spinozas Briefwechsel. Dem zweiten säkularen Denkmuster ordnet Biale den Begriff ´säkulare Kabbalisten´ (unter anderem Kafka und Gershom Scholem) zu, das dritte sieht er „in der säkularen Wiederbelebung heidnischer Götter als Mittel des Kampfes für die Absetzung des jüdischen Gottes.“ (ebenda) Das zweite Kapitel beinhaltet die säkulare Intepretation der Bibel. Diese wird zu einem nur noch historischen, kulturellen oder nationalen Text. Das dritte und vierte Kapitel untersucht die neue, säkulare Definition von Geschichte und Kultur, Nation und dem Staat Israel.

Spätestens in den letzten beiden Kapiteln zeigt sich die aktuelle Relevanz von Biales religionshistorischen Studien. Des weiteren dürfte es für das Nachdenken zur Säkularisierung im christlichen Kontext (sehr) interessant sein, in eine andere, benachbarte, sehr nahestehende Religion zu sehen. (gm)

David Biale
Traditionen der Säkularisierung
Jüdisches Denken von den Anfängen bis in die Moderne

Aus dem amerikanischen Englisch von Liliane Meilinger. Mit einem Vorwort von Dan Diner
1. Auflage 2015
266 Seiten gebunden
ISBN 978-3-525-37038-4
Buch 59,99 €
PDF eBook 49,99 €

V&R

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