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Bayerischer Rundfunk - Katholische Welt

Religion, Glaube, Theologie, Spiritualität, Kirche, - das sind die Themen der "Katholischen Welt". Diskutiert werden kontroverse Meinungen zu aktuellen kirchenpolitischen und theologischen Entwicklungen. Die historische Rückschau beleuchtet bedeutende Ereignisse und Persönlichkeiten der Kirchen- und Religionsgeschichte.

Infos zum Podcast:
Radiosendung: Bayern2Radio - Katholische Welt
Sendezeit im Radio: an Sonn- und Feiertagen von 8.00 bis 8.30 Uhr
Podcast-Aktualisierung: jeden Sonntag

Moderne Physik und Religion. Komplementäre Annäherungen an das Mysterium des Weltgrundes - 25.07.2010

Veröffentlichungen der letzen Zeit, in denen Gottesbilder als Wahnvorstellungen bezeichnet werden, erwecken den Eindruck, als herrschten unversöhnliche Gegensätze zwischen den Naturwissenschaften und der Theologie. Falsch, sagt unser Autor Nikolaus German. Physik und Religion sind unterschiedliche, aber sich ergänzende Annäherungen an das Mysterium des Weltgrunds.

Berge sind stille Meister. Bergexerzitien in den Alpen - 18.07.2010

Exerzitien finden normalerweise in einem Kloster oder einem Exerzitienhaus statt. Seit einiger Zeit gibt es aber auch Versuche, Exerzitien-Übungen in die Natur zu verlegen. Für kleine Gruppen werden von einigen Diözesen Bergexerzitien angeboten. Gebet, Gesang, Meditation in der Einsamkeit und Stille der Berge sollen neue Wege zu Gott eröffnen. Michael Hollenbach hat diese besondere Form des Pilgerns miterlebt.

Sankt Nimmerleins Erben. Kohlrabi-Apostel und andere komische Heilige - 11.07.2010

In der Kirchengeschichte hat es so manchen Gläubigen gegeben, der seine Spiritualität auf eine radikale Weise lebte. Symeon Stylites der Ältere etwa verbrachte seine Tage betend und knieend auf einer 20 Meter Hohen Säule. Solch "komische" Heilige fielen auf. Justina Schreiber über allerlei Grenzgänger auf dem schmalen Grat zwischen Spiritualität und Spinnertum.

Giorgio Agamben. Die Geburt der modernen Demokratie aus dem Geist des frühen Christentums - 04.07.2010

Er studierte Jura, Literaturwissenschaften und schließlich Philosophie, der 1942 in Rom geborene Giorgio Agamben. Martin Heidegger, Michael Foucailt, Hannah Arendt und Walter Benjamin haben sein Denken beeinflusst. Am intensivsten beschäftigt Giorgio Agamben heutzutage die politische Philosophie. Die moderne Demokratie – so seine These – ist dem Geist des frühen Christentums erwachsen. Michael Reitz stellt den Denker vor.

Erinnerungen an den historischen Jesus (III). Der Zeitgeist vom Ende - Jeschua und der Täufer - 27.06.2010

Seit dem zweiten vorchristlichen Jahrhundert sind Vorstellungen vom Ende der Zeiten bekannt. Die gesamte damals bekannte Welt ist verunsichert von astronomisch-astrologischen Spekulationen über das Ende des Äons und den Beginn eines neuen Zeitalters. Lehre und Lebenspraxis von Johannes dem Täufer und Jesus von Nazareth hängen damit eng zusammen. Für die jüdische Apokalyptik besteht das Ende im Durchbruch des "ewigen Jetzt", der Gottesherrschaft. Dagmar Neuhäuser erinnert an den historischen Jesus: "Der Zeitgeist vom Ende – Jeschua und der Täufer".

Wie im Himmel, so auf Erden - 20.06.2010

Ein hervorstechendes Merkmal des Pontifikats von Papst Johannes Paul II. war die große Zahl der Selig- und Heiligsprechungen. Unter seinem Nachfolge Benedikt hat sich alles wieder etwas normalisiert. Geblieben sind Fragen wie: Was muss ein Christ geleistet haben, um selig oder heilig zu werden? Was ist mit dem heroischen Tugendgrad verbunden? Warum braucht es ein Wunder? An aktuellen Beispielen gibt Hans Georg Becker Antwort.

Lifestyle oder Religion? - 13.06.2010

Sie stammt aus dem ersten vorchristlichen Jahrhundert, hat sich im Mittelalter als eine eigenständige Lehre herauskristallisiert und ist eine Form der jüdischen Mystik, die Kabbalá. Wörtlich übersetzt, bedeutet Kabbalá "Überlieferung". In ihrer mystischen Ausprägung will sie die göttliche Gegenwart direkt und physisch erlebbar machen. Früher durften nur Männer über 40 von einem Rabbiner in die Geheimnisse der Kabbalá eingeführt werden. Bei der Neuen Kabbalá ist das anders. Ruth Kinet (sprich Kinä) versucht zu ergründen, wer die Anhänger dieser Form der Spiritualität sind und warum sie sich zu ihr hingezogen fühlen.

Christen in Vietnam - 06.06.2010

Die katholische Kirche in Vietnam ist rund 350 Jahre alt. In dieser Zeit erlitt sie zahlreiche blutige Verfolgungen. Als das Land 1975 nach dem Ende des Vietnamkriegs eine sozialistische Republik wurde, brachen die Machthaber alle diplomatischen Beziehungen zum Vatikan ab. Erst seit den 90iger Jahren ist wieder eine leichte Öffnung zu spüren. Viele Meldungen bleiben jedoch widersprüchlich. Corinna Mühlstedt war kürzlich in Vietnam und hat die folgende Reportage mitgebracht.

Seelenmanipulation - 03.06.2010

Jeder vierte Bürger ist angeblich von seelischen Stimmungsschwankungen bis zur psychischen Erkrankung betroffen. Angst, Trauer, Depression, Schuldgefühle lassen sich aber heutzutage mit Medikamenten, mit Psychopharmaka beeinflussen. Entsprechend wächst die Einnahme dieser Mittel. Darf sich der Mensch auf diese Weise sein Leben erleichtern? Ist es zulässig, die Stimme des Gewissens mit einem Antidepressivum zu manipulieren, zum Schweigen zu bringen? Robert Schurz hat sich bei Vertretern der Kirchen umgehört.

Sehnsucht nach "Dame Amour"- 30.05.2010

Sie lebte Ende des 13., Anfang des 14. Jahrhunderts, galt als Ketzerin und wurde deshalb auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Marguerite Porete, die aus dem französischen Hennegau stammte, war eine selbstsichere, emanzipierte Frau, die ihrer inneren Stimme vertraute und sich davon auch durch klerikale Verbote nicht abbringen ließ. Die Seele, die Vernunft und die göttliche Stimme, die für sie eine weibliche war, führen in den Schriften Porete’s einen spannenden Dialog, missfiel aber den Inquisitoren. Am 1. Juni 1310 starb Marguerite Porete in Paris.

Töten im Namen von Identität? Spirituelle Intelligenz statt Kampf der Kulturen - 23.05.2010

Blutige politisch-religiöse Konflikte wie in Afghanistan, dem Irak, in Pakistan oder dem Sudan erscheinen uns fast alltäglich. Dennoch: Was ist ursächlich für diese Kriege? Psychologen sind der Ansicht, es habe mit gefährlichen Selbst- und Fremdbildern zu tun, die die eigene Identität auf Abgrenzung programmieren. Die Alternative dazu besteht in einem spirituellen Prozess, der Annäherung, Wachstum und Wandel ermöglicht. Peter Erlenwein hat den folgenden Beitrag verfasst.

Ökumenischer Kirchentag 2010 "Damit ihr Hoffnung habt" - 16.05.2010

Ein Hörbild zum 2. Ökumenischen Kirchentag in München

Geschichte und Geschichten zur Ökumene. Teil 6 - 09.05.2010

Ökumenische Verzauberung! Visionen religiöser Begegnung jenseits von Institution und Diskussion. Eine Sendung von Georg Magirius.

Ein Hirte im weiten Land - 02.05.2010

Im Jahr 1991, unmittelbar nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion, wurde der deutsch-russische Priester Joseph Werth vom Papst zum Apostolischen Administrator der Katholiken in Sibirien und zum Bischof der neu errichteten Diözese von Novosibirsk ernannt. Die Grundfläche dieses einzigen Bistums erstreckt sich über unvorstellbare 4 Millionen Quadrat-Kilometer. Wenigstens einmal im Jahr ist Bischof Werth im Erzbistum München – Freising, zur Fortbildung, wie er sagt. Wolf Gaudlitz hat ihn getroffen.

Geschichte und Geschichten aus der Ökumene - Teil 5 - 25.04.2010

Geschichte und Geschichten aus der Ökumene - Teil 5. Was eint, was trennt? Zur theologischen Problematik der gegenwärtigen Ökumene

Joseph Ratzinger - Papst Benedikt XVI.. Rückblick auf seinen fünfjährigen Pontifikat - 18.04.2010

Morgen vor fünf Jahren ist Kurien-Kardinal Joseph Ratzinger zum Papst gewählt worden. Fünf ereignisreiche Pontifikatsjahre liegen hinter Benedikt XVI. Für einen Pontifex ist es wahrscheinlich unschicklich, öffentlich eine Bilanz der bisherigen Amtszeit zu ziehen. Aber es gibt es ja viele Beobachter, die dies sowieso schon tun. Georg Denzler ist der Autor der folgenden Sendung.

Geschichte und Geschichten aus der Ökumene. Teil 4. Im Angesicht der Geschichte. Ein Streifzug durch die Reformation und Gegenreformation - 11.04.2010

Clemens Finzer nimmt Sie mit auf eine Reise durch die Geschichte der Reformation und Gegenreformation mit dem besonderen Blick auf Bayern. Sie hören manche Worte des Reformators und seiner Widersacher, die sie bis dahin vielleicht so noch nie vernommen haben.

Wird Deutschland islamisch? - 05.04.2010

Rund 4 Millionen Bürgerinnen und Bürgern muslimischen Glaubens leben mittlerweile in Deutschland. Eine genauere Zahl ist nicht bekannt. Das Anwachsen des muslimischen Bevölkerungsteils hier bei uns wird von den einen als Bereicherung betrachtet, bei anderen löst die Veränderung Befürchtungen aus. Für die christlichen Kirchen stellt sich die Frage, ob und wie sie reagieren können. Sind sie überwiegend Beobachter oder sollten sie eine integrierende Vermittlerrolle einnehmen? Daniel Knopp ist der Autor der folgenden Sendung.

Erinnerungen an den historischen Jesus. Menschliche Verhältnisse - Jeschua und seine Verwandten - 04.04.2010

Was wissen wir über den historischen Jesus, seine Mutter, seinen Vater, die Brüder und Schwestern, seine sonstigen Verwandten? Es ist nicht so viel, als dass wir ein vollständiges Bild der Herkunft Jeschuas zeichnen könnten. Eine Reihe von Exegeten und Autoren hat aber in den letzten Jahren dafür gesorgt, dass die jüdische Herkunft des Jesus von Nazareth stärker gesehen wird. Und dabei zeigt sich, dass Jeschua anfangs in seiner eigenen Familie umstritten war. Ein Beitrag von Dagmar Neuhäuser.

Bilder des Bösen - 02.04.2010

Die Debatte um die Missbrauchsfälle in Kirche und Gesellschaft hat in den letzten Wochen auch wieder die Frage aufgeworfen, woher das Böse eigentlich kommt? Um Erklärungen mühen sich Philosophen, Theologen, Dichter und Psychologen seit langem mit unsicherem Erfolg. Beobachten lässt sich wohl, dass das Böse nicht nur "in den anderen" oder in den "Verhältnissen" lauert, es entsteht in uns selbst. Lorenz Wachinger über "Bilder des Bösen. Das Unbegreifliche im Menschen".

Geschichte und Geschichten aus der Ökumene. Teil 3. „Wir gehören zusammen“. Ökumene an der Basis - 28.03.2010

Viele von ihnen sind alte Hasen, ökumenisch mit allen Wassern gewaschen. Trotz mancher Verletzung, Enttäuschung oder Ernüchterung lassen sie sich ihre Hoffnungen nach Einheit nicht nehmen, leben von Visionen. Ihre Arbeit findet an der Basis statt. Eine Sendung von Karin Wendlinger.

Mit den Augen der Seele - 21.03.2010

In der katholischen Welt geht es an diesem Sonntag um einen Menschen, der sich dazu bekennt, dass er zeit seines Lebens auf der Suche ist. Auf der Suche nach Motiven für seine Kamera, auf der Suche nach Sinn und Tiefe, auf der Suche nach Gott. Bernhard Greger hat den Photographen Hans-Günter Kaufmann getroffen, der mit den Augen der Seele zu beobachten vermag.

Engais Tochter. Mission bei den Massai - 14.03.2010

Es gibt sie immer noch: Missionarinnen und Missionare, die ihre europäische Heimat verlassen und etwa in ein afrikanisches Land reisen, um dort Sozialarbeit zu leisten und außerdem von Jesus Christus und seiner biblischen Botschaft zu erzählen. Die gelernte Krankenschwester und Hebamme Angelika Wohlenberg – sie stammt aus Norddeutschland – lebt und arbeitet seit 26 Jahren bei den Massai am Rande der Serengeti. Maria Riederer hat sie in Tansania besucht.

Geschichte und Geschichten aus der Ökumene. (Teil 2) In guten wie in schlechten Tagen. Hundert Jahre Ökumenische Bewegung - 07.03.2010

In Edinburgh fand vor 100 Jahren die erste Weltmissionskonferenz statt, der erste Versuch von Kirchen nach Jahrhunderten, Jahrtausenden von Trennung, Spaltung und Feindschaft wieder etwas zusammen zu machen, in diesem Fall christliche Mission. Die ersten ökumenischen Gehversuche hatten noch einen kleinen Rahmen, aber die Vision war groß: Die Versammlung entwickelte die Idee einer Kirche als einer weltumspannenden missionarischen Gemeinschaft. Eine Sendung von Tilmann Kleinjung.

Ein Kabinett für Papst Benedikt XVI.? Über die Notwendigkeit einer Reform der Kurie - 28.02.2010

Die Affäre um die Aufhebung der Exkommunikation gegen die vier Bischöfe der Piusbruderschaft vor gut einem Jahr hat die Diskussion um die Mängel in der Verwaltung des Vatikans wieder angeheizt. Prominente Kritiker wie der ehemalige bayerische Kultusminister Hans Maier beklagen schon länger, dass es an der nötigen Abstimmung zwischen den verschiedenen Ressorts im Vatikan fehle, Einzel-Personen würden einsame Entscheidungen treffen, Kommunikationsdefizite seien an der Tagesordnung. Braucht der Papst ein Regierungskabinett, fragt Rüdiger Offergeld.

BR: Katholische Welt

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