Giertz u.a.: Und etliches fiel auf den Fels

Man kann dieses Buch nicht vorstellen ohne auch einen Blick auf seinen Autor zu werfen (siehe auch Wikipedia; daraus die folgenden Ziate). Bo Giertz (1905-1998) war in seiner Jugend Atheist. Er studierte zuerst Medizin (sein Vater war Chirurg), wechselte dann jedoch zur Klassischen Philologie, sodann – nachdem er sich nach seiner Bekehrung einem pietistisch geprägten Christentum zuwandte – auch Theologie. Beide Studiengänge schloss er erfolgreich ab und übernahm ab 1938 ein Pfarramt. „Hier begann er, Romane zu schreiben, die ihn weithin bekannt machten“, ab den 1950er Jahren auch in Deutschland. So erschien dieses ursprünglich 1941 auf schwedisch erschienene Buch 1952 in einer deutschen Übersetzung, aus unerfindlichen Gründen jedoch ohne das letzte der insgesamt neun Kapitel. Jetzt nun also Gott sei Dank vollständig.

In dem Roman wird man indirekt vermutlich auch in die persönliche Lebensgeschichte von Bo Giertz mit hineingenommen, sehr direkt jedoch in Schwedens (Kirchen-, Theologie- und Frömmigkeits-)Geschichte; sehr viele der insgesamt 80 Anmerkungen beziehen sich darauf.

Worum geht es nun? „In drei Teilen schildert er das äußere und innere Leben junger Hilfsgeistlicher, die nacheinander im gleichen Kirchspiel Ödesee in Mittelschweden mit Idealismus und ehrlichem Bemühen die Gemeinde zu einer Erweckung führen wollen.“ Das heißt: Erweckung (Verkündigung und persönliche [Selbst-]Gespräche, Buße und Reue) ist das eine große, innere Thema. Nicht ohne Grund ist vor dem Vorwort und dem Inhaltsverzeichnis Luk 8,11-15 (die Deutung des Gleichnisses vom vierfachen Ackerfeld) abgedruckt. (gm)


Bo Giertz
Christa-Maria Lyckhage (Übersetz.)
Friedemann Lux (Übersetz.)
Und etliches fiel auf den Fels

gebunden
384 S.
23,-- €

SCM


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