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Tomberg,M.: Alle wichtigen Bücher handeln von Gott

Steil klingt der durch den Untertitel etwas eingeschränkte Buchtitel. Er ist Guus Kuijers „Das Buch von allen Dingen“ nachempfunden. Dort ist tatsächlich auch von Gott die Rede, genauso wie „erstaunlich unbefangen“ in neuerer Kinder- und Jugendliteratur religiöse Themen angesprochen werden, dort „mit religiöser Sprache experimentiert und [man] in der Welt des Religiösen eine Option sieht“ (S. 8 umgestellt). Sehr sehr viele Buchtitel, die diesen ersten Eindruck voll bestätigen, werden in diesem neuen Buch genannt. Es geht zurück auf das Kontaktstudium der Theologischen Fakultät Fulda im Sommersemester 2015, das der Kinder- und Jugendliteratur gewidmet war. „Vier Vorträge sind in diesem Band in überarbeiteter und bibliographisch ergänzter Forn zusammengetragen“ (S. 8f).

Im ersten Beitrag (S. 11-65) durchleuchtet Georg Langenhorst (Professor für Didaktik des Katholischen Religionsunterrichts und Religionspädagogik in Augsburg) die „Religion in der Kinder- und Jugendliteratur unsere Zeit“. „Mehrere Jahrzehnte lag dieses Thema weitgehend brach“ (S. 15 umgestellt). Jetzt aber „sind viele Kinder und Jugendliche neu offen für religiöse Dimensionen.“ (S. 37 umgestellt) Langenhorst sieht abschließend „ein weites Feld für freie (Vor-)Leseabenteuer“ und „einen unerschöpflichen Gegenstand zur Erschließung und Reflexion von bedeutsamen religiösen Lernprozessen.“

Anne Holtehues (Gymnasiallehrerin für Deutsch und Religion in Hamburg) erzählt S. 67-90 im zweiten Beitrag unter dem Titel „Adam und Eva, Hazel Grace und andere Protagonisten aktueller Jugendliteratur im Religionsunterricht“ von ihren Erfahrungen und reflektiert diese. Sie schließt mit folgendem Zitat Mirjam Presslers „Nathan und seine Kinder“ (ebenda S. 54): „´Ich frage mich manchmal, was uns zu Menschen macht´, sagte er. Gott ist unerreichbar, und wir können ihm nur dadurch nahe sein, dass wir seine Geschöpfe lieben. Das ist es, was er von uns fordert, und das ist es, was unserem Leben Sinn und Bedeutung gibt.“

Im dritten Beitrag (S. 91-121) fragt Christina Heidler (Referendarin für Englisch und Katholische Religion in Usingen und Promovendin in Augsburg) am Beispiel von Rowlings „Harry Potter“ und Cornelia Funkes „Tintenwelt“ nach religiösen Elementen in der genannten Fantasy-Literatur. Im Fazit zitiert sie S. 120 Filmer Davies: „´Fantasy speaks religion.´“ Die Texte verlangen jedoch eine genaue Lektüre und theologische Interpretation.

Im letzten Beitrag (S. 123-189) fragt der Herausgeber (Professor für Religionspädagogik in Fulda), „was sich von Kirche- und Jugendliteratur theologisch lernen lässt“ (= Untertitel). Er plädiert dafür, dass Literatur in den Religionsunterricht gehört. Sein Schlussabschnitt lautet – wieder in Bezug auf Kuijer: „Deshalb darf religionsdidaktisch nicht nur gelesen werden – es muss gelesen werden: nicht nur in der oft fremd gewordenen Bibel, sondern auch und zuweilen sogar zuvor in Texten und Geschichten, die ihren Resonanzraum zum Klingen bringen – und so selbst von Gott erzählen.“ (gm)

Tomberg, Markus (Hg.)
Alle wichtigen Bücher handeln von Gott
Religiöse Spuren in aktueller Kinder- und Jugendliteratur

208 Seiten,
12 × 20 cm, Broschur
€ 16,80 (D) / € 17,30 (A)
ISBN 978-3-429-03964-6

eBook als PDF und ePub:
ISBN 978-3-429-04870-9 / € 13,99 (PDF)
ISBN 978-3-429-06289-7 / € 13,99 (ePub)

Reihe „Fuldaer Hochschulschriften“, herausgegeben von Jörg Disse in Zusammenarbeit mit Richard Hartmann und Bernd Willmes, Band 58
1. Auflage 2016

echter

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Dieckmann/Lehmann: Blick zurück nach vorn Meyer-Blanck, M.: Geschichte und Gott