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Glaube und Vernunft im Christentum und im Islam

Verabschiedet wurde die katholisch-islamisch Erklärung zum Abschluss eines dreitätigen Seminars, des Päpstlichen Rates für den Interreligiösen Dialog und des iranischen Zentrums für den interreligiösen Dialog der "Islamic Culture and Relations Organization". Nach zweitägigen Beratungen haben sich Vatikan und führende iranische Theologen auf eine gemeinsame Erklärung zum Verhältnis von Glaube und Vernunft geeinigt.

Laut "Frankfurter Allgemeiner Zeitung" war der französische Kurienkardinal Tauran Leiter der vatikanischen Delegation. Er ist im Vatikan für die Beziehungen zu den großen Weltreligionen zuständig und könne damit "im Auftrag des Papstes mit Autorität verhandeln", berichtete die Zeitung. Dem Bericht zufolge führte Mahdi Mostafavi die iranische Delegation an. Es gelte als sicher, dass er für die Gespräche "die Rückendeckung der iranischen Staatsführung und Glaubensbehörde hatte".

02.05.2008

"Glaube und Vernunft im Christebtum und im Islam"

1. Glaube und Vernunft sind beides Geschenke Gottes an die Menschheit.

2. Glaube und Vernunft widersprechen einander nicht, allerdings kann es manchmal vorkommen, dass der Glaube über der Vernunft steht, auch wenn er ihr nie entgegensteht.

3. Glaube und Vernunft sind von sich aus gewaltlos. Weder die Vernunft noch der Glaube sollten für Gewalttätigkeit benutzt werden.

Bedauerlicherweise ist es immer wieder vorgekommen, dass beide missbraucht wurden, um Gewalt zu üben. Auf alle Fälle können diese Ereignisse weder die Vernunft noch den Glauben in Zweifel ziehen.

4. Beide Seiten einigten sich, weiterhin zusammenzuarbeiten, um echte Religiosität und insbesondere echte Spiritualität zu fördern, um zur Achtung der Symbole zu ermutigen, die als heilig angesehen werden, und um moralische Werte zu fördern.

5. Christen und Muslime sollten über Toleranz hinausgehen und Unterschiede akzeptieren, während sie sich ihrer Gemeinsamkeiten bewusst bleiben und Gott dafür danken. Sie sind zu gegenseitigem Respekt aufgerufen und somit dazu, die Verhöhnung von religiösen Überzeugungen zu verurteilen.

6. Verallgemeinerungen sollten gemieden werden, wenn von Religionen die Rede ist. Konfessionelle Unterschiede in Christentum und Islam, Vielfalt der historischen Umstände stellen wichtige Faktoren dar, die in Betracht gezogen werden müssen.

7. Religiöse Traditionen können nicht anhand einzelner Verse oder Textstellen beurteilt werden, die in den jeweiligen heiligen Büchern enthalten sind. Sowohl eine ganzheitliche Sicht als auch eine angemessene hermeneutische Methode sind für ein faires Verständnis erforderlich.

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Christlich-Islamischer Dialog E-Zeitschrift NUN