Textversion
Kirche Theologie Schriften Religionen Themen Downloads Service Skurriles Suchen
Startseite Service Bücher Buchempfehlungen

Service


Bücher Software Jobangebote Veranstaltungen Suchmaschinen NEWSletter-Archiv RSS-News Über uns Preisrätsel

Buchempfehlungen Zu Advent, Weihnachten, Neujahr Bücher für das WWW Verlage Antiquariate Zeitschriften

Sitemap NEWSletter LINK-Hinweis Disclaimer Datenschutzerklärung Impressum Kontakt Über uns

Moltmann, J.: Hoffen und Denken

Wenig später als Moltmanns 90. Geburtstag am 8. April erschien dieser sechste Aufsatzband. Der Jubilar schreibt im Vorwort (V): „Dieser Aufsatzband HOFFEN UND DENKEN enthält überwiegend Arbeiten aus den letzten fünf Jahren. Ich habe aber auch zwei ältere Texte aufgenommen, weil es vermutlich mein letzter Aufsatzband sein wird.“

Mit hoffen und denken sind zwei zentrale Begriffe des christlichen Glaubens aufgenommen:
- Theologie als Nach-Denken des Glaubens und
- Hoffnung als das wohl wichtigste theologische Thema Moltmanns. Begann doch 1964 seine internationale Prominenz mit der „Theologie der Hoffnung...“ Der neunte der insgesamt 20 meist kurzen Beiträge trägt den Titel „Hoffen und Denken: ´Denken heißt Überschreiten´[so auf Ernst Blochs Grabstein]“ Diese Seiten 135-150 lesen sich in Manchem wie ein Konzentrat der „Theologie der Hoffnung“.

Die Beiträge sind drei Teilen zugeordnet. Im ersten Teil geht es ums Weltganze („Eine Kultur des Lebens gegen die tödlichen Gefahren dieser Zeit“ - so der Untertitel auf S. 3), die Urbanisierung, aber auch um „Gott und die Seele...“ (S. 65-89. Im letzten Satz heißt es auf S. 87: „Die ökologische Spiritualität lädt uns ein, mit allen Sinnen in Gottes geistvoller Schöpfung zu leben.“

Teil II enthält außer dem bereits Genannten „Hoffen und Denken“ verschiedene Arbeiten; „Das Geheimnis der Vergangenheit“ (S. 151-179) fand ich am Interessantesten. Neben dem Engel der Vergangenheit, der Vergebung, Loslassen und Neuanfang symbolisiert, steht für Moltmann und den christlichen Glauben der (apokalyptische) Engel der Hoffnung, der mit Paul Gerhardt singen lässt: „ich bring alles wieder“ (EG 36,5).

Der dritte Teil bietet neun personenbezogene Beiträge (unter anderem Blumhardt, Bonhoeffer, Bloch, Gollwitzer, Pannenberg). Ganz am Ende steht S. 279-292 – gemeinsam mit Moltmanns Frau - „Menschwerdung in einer neuen Gemeinschaft von Frauen und Männern“, womit die ökumenische Konferenz in Sheffield im Juli 1981 eröffnet wurde.

Als interessierte/r LeserIn auch des „Kleingedruckten“ ist man dankbar für die vielen Anmerkungen und die Nachweise der Erstveröffentlichungen. In einer weiteren Auflage möge der Untertitel verändert oder weggelassen werden und wichtige Sachen, Bibelstellen und Namen ausgewiesen werden. (gm)

Jürgen Moltmann
Hoffen und Denken. Beiträge zur Zukunft der Theologie

gebunden / 14,5x22,0 cm /
302 Seiten
ISBN 978-3-7887-3009-3
24,99 €

Neukirchener Verlagsgesellschaft

Druckbare Version

Reinhardt, V.: Luther, der Ketzer Landgraf, M.: Reformation