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Schnabel-Schüle, H.: Reformation

Am Ende des lange währenden Luther-Reformations-Gedenkens erscheint dieses primär historisch ausgerichtete Handbuch („kulturwissenaschaftlich“ im Untertitel ist meines Erachtens zu aufgeblasen; siehe unten). Außer der Herausgeberin (Professorin für Neuere Geschichte in Trier) wirkten 18 weitere WissenschaftlerInnen mit; siehe die Liste auf S. 364.

Im einleitenden ersten Teil benennt Schnabel-Schüle die kirchlichen, politischen und intellektuellen Voraussetzungen des reformatorischen Prozesses. Teil II verfolgt die theologischen Diskurse; S. 46-56 werden sehr verkürzt zu viele und zu vielartige „Schlüsseltexte“ wiedergegeben. In III beleuchten sieben AutorInnen die Vielfalt der reformatorischen „Akteure und Netzwerker“. Teil IV ( S. 131-296: „Reformatorische Räume“) ist der bei weitem längste Teil. Er nimmt die außereuropäische Welt, Europa und das deutsche Reich mit seinen verschiedenen Territorien, (Reichs-)Städten und Regionen in den Blick. V ist der kulturwissenschaftlichste Teil. Fünf AutorInnen bedenken - inklusive von Kunst und Musik - die mündlichen und schriftlichen Medien der Reformation. Wie wichtig dieser Part ist, unterstreicht die Feststellung Winklers in seinem Lutherbuch (2016, S. 331), dass „die Reformation auch ein Medienereignis war“. Im wichtigen, leider etwas kurzen Schlussteil VI (S. 353-362) schreibt die Herausgeberin zu „Nachhaltige Folgen des reformatorischen Prozesses“.

Der Anhang enthält außer dem Verzeichnis der AutorInnen Register zu Personen (S. 365-372) und Orten (S. 373-378). Luther und Wittenberg werden natürlich am häufigsten genannt; aber es geht in diesem faktenreichen, nüchternen, gewiss nicht billigen Buch vor allem um das Ganze der Reformation, besonders in seiner historischen Tiefe, personellen Fülle und geographischen Breite.


Helga Schnabel-Schüle (Hg.)
Reformation
Historisch-kulturwissenschaftliches Handbuch

gebunden 378 S.
89,95 €

J.B.Metzler-Verlag

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Henkel, P.: Schluss mit Luther Tramitz, C.: Harte Tage, gute Jahre