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Wenz, G.: Heilung und Lebensheil im Angesicht ...

Heilung und Lebensheil im Angesicht des Todes

Schon zu seinen Lebzeiten gründete der 2014 verstorbene katholische Fundamentaltheologe und Religionsphilosoph Eugen Biser eine unabhängige und gemeinnützige Stiftung (www.eugen-biser-stiftung.de). Ihr geht es um die Zukunft der Christenheit und um den Dialog „mit anderen Weltreligionen, Weltanschauungen und Kulturen.“ (S. 138) Inhalt dieses Bandes ist das erste Anliegen, genauer: das Gespräch von Theologie, Medizin und Psychologie. Wer sich hierin engagiert, der / die muss dieses neue Buch lesen.

Der erstmals 1987 veröffentlichte kurze Aufsatz „Auf dem Weg zu einer therapeutischen Theologie. Gedanken zur Wiedergewinnung einer verlorenen Dimension“ von Eugen Biser steht vornean. Biser konstatiert darin, dass schon in der zweiten Generation der jungen Christenheit der „Erweis des Geistes und der Kraft“ (1.Kor 2,4) zugunsten der reinen Lehre verloren ging. Eine moderne mystagogische und therapeutische Theologie (die das Anliegen Bisers war) könne dies durch eine „aktualisierende Rückübersetzung der Botschaft“ (S. 23) erreichen, wenn „ereignishaft … das geschieht, wovon die Rede ist.“ (S. 24)
Außer Biser kommt vor allem der emeritierte Münchener Systematiker Gunther Wenz zu Wort. Er konzipierte die Eugen-Biser-Lectures und gehört auch dem Stiftungsbeirat an. Wenz schrieb die Einführung und die beiden letzten Beiträge, die die christliche Eschatologie zum Inhalt haben (S. 117-133: „Vollendung in Gott. Grundzüge christlicher Eschatologie“).

Die sechs weiteren Beiträge (S. 135-137 listet die Autoren) drehen sich im engeren oder weiteren Sinne, mehr biblisch-geistlich (zum Beispiel S. 89-94 eine Predigt zu Johannes 11) oder mehr (psycho-)medizinisch um den Titel des Buches. Man liest manche ´goldenen Sätze´, so beispielsweise den Schlussgedanken des Kinderonkologen Dietrich von Schweinitz. „Wo ist nun Gott in meiner Klinik? Für mich ist er überall dort, wo ich mich auf ihn besinne und versuche, meinen klinischen Alltag mit all seinen Facetten … unter christlichen Gesichtspunkten zu gestalten … Karl Schlemmer hat das … so ausgedrückt: Ich weiß mich in Gottes Hand. Das reicht, vor was sollte ich mich fürchten?´“ (S. 37)

Drei kleine Schlussbemerkungen:
- An Verlag und Herausgeber die Bitte, zukünftige Bände im Blick auf die Größe der Drucktypen diese leserfreundlicher, sprich größer zu gestalten.
- Vom Gesamtthema her als fremd und unpassend empfand ich den Beitrag des Juristen Stefan Korioth („Zeit und Recht“).
- Stattdessen hätte ich mir Überlegungen zum Thema Wunder gewünscht. Denn gerade im Grenzbereich von Naturwissenschaften und Theologie veränderte sich einiges (vergleiche zum Beispiel die Wunder-Artikel in den neuesten Auflagen von RGG, Band 8 und TRE, Band 36). (gm)


Gunther Wenz (Hg.)
Heilung und Lebensheil im Angesicht des Todes

1. Auflage 2015
139 Seiten gebunden
ISBN 978-3-525-56021-1
Eugen-Biser-Lectures - Band 002
24,99 €

Vandenhoeck & Ruprecht

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