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Hahn/Simon: Höllensturz und Hoffnung

Einer der beiden Herausgeber dieses im November 2013 erschienenen Buches wurde mehrfach promoviert. Und jeder der zehn Autoren (eine Frau ist dabei!) trägt einen Professorentitel. Sie bezeichnen sich eingangs als „national und international anerkannte Topexperten in den Feldern Medizin, Finanzen, Ethik, Psychologie, Biophysiologie, Wirtschaft, Informatik, Rechtswesen und Biophysik“. Also – trotz des reißerisch klingenden Buchtitels – wissenschaftliche Äußerungen? Nein. Nicht im gängigen Verständnis von Wissenschaft. Das will das Autorenteam auch gar nicht. Alle schreiben sie ohne eine einzige Anmerkung. Nur eine zweiseitige Literaturliste steht am Ende.

Vor allem schreiben sie nicht in ihrem eigenen Namen und zum eigenen Ruhm. Sie wollen mit einer Stimme – einer alttestamentlichen Prophetenschule vergleichbar – zur Umkehr rufen. Denn „wir sehen den Berg, an dem unsere Gesellschaft zerschellen wird, auf uns zukommen.“ Dieser Satz vom Anfang des ersten Kapitels knüpft ans Vorwort an, das dramatisch den Absturz eines Jumbojets am 12.8.1985 am Berg Takamagahara kurz vor Tokio schildert. 520 Tote waren zu beklagen, „das schwerste Flugzeugunglück aller Zeiten, an dem nur eine einzige Maschine beteiligt war.“ (9) Die Zehn sehen die Ursachen eines drohenden Höllensturzes nicht in äußeren Faktoren wie zum Beispiel Klimaveränderungen oder feindlichen Nachbarn. „Die innere Verfassung unserer westlichen Welt sehen wir mürbe werden und zerbrechen. Unsere Zivilisation droht im Innern zu kollabieren...“ (S. 17f.) Die 13 Kapitel sind drei Teilen zugeordnet: „Kurz vor zwölf“, „Zwölf“ und „Kurz nach zwölf“, also kurz vor, während und nach dem crash – Endzeitszenarien.

Auf dem Schutzumschlag ist – passend zu „Höllensturz“ - die schwarze, monsterartige Silhouette einer Großstadt zu sehen. Darüber und dahinter leuchtet ein Regenbogen, Symbol für die „Hoffnung“. Man findet jedoch bis Seite 245 herzlich wenig Hoffnungsvolles oder Mutmachendes. Unter der Trias „Glaube, Liebe, Hoffnung“ rekurrieren die Autoren erst ganz am Ende (S. 246-254) im Nachwort auf ihren christlichen Glauben und zeigen Konturen und Konkretionen ihrer Hoffnung auf. Erst da liest man das wirklich Wichtige! (gm)


Hans-Joachim Hahn / Lutz Simon
Höllensturz und Hoffnung
Warum unsere Zivilisation zusammen-bricht und wie sie sich erneuern kann

Hardcover, 2. Aufl. 2014
256 Seiten
Format 14,5 x 21,5 cm
ISBN 978-3-95768-022-8
EURO 22,90 [D]/23,60 [A]

Lau-Verlag

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