Textversion
Kirche Theologie Schriften Religionen Themen Downloads Service Skurriles Suchen
Startseite Service Bücher Buchempfehlungen

Service


Bücher Software Jobangebote Veranstaltungen Suchmaschinen NEWSletter-Archiv RSS-News Über uns Preisrätsel

Buchempfehlungen Zu Advent, Weihnachten, Neujahr Bücher für das WWW Verlage Antiquariate Zeitschriften

Sitemap NEWSletter LINK-Hinweis Disclaimer Datenschutzerklärung Impressum Kontakt Über uns

Beier, M.: Eugen Drewermann

Befragt man auf der Straße Menschen nach Eugen Drewermann, so werden ihn viele (zumindest die Älteren) von einer seiner vielen Schriften oder aus Funk oder Fernsehen oder einem seiner Vorträge oder Predigten kennen; das detaillierte Literaturverzeichnis nennt S. 487-498 auch Tonbandaufnahmen, youtube und Beiträge Drewermanns in anderen Büchern. Schon allein dafür würde man Beier dankbar sein. Er leistete jedoch viel viel mehr. Beier (Professor für Pastoraltheologie und Psychotherape in Indianapolis/USA) verfasste nämlich die erste Drewermann-Biografie. Das fünfte von insgesamt 44 schwarz-weißen-Fotos zeigt S. 29 die Beiden.

Vor dem Versuch eines Gesamturteiles die folgenden, stichwortartigen Informationen und mehr allgemeinen Bemerkungen: In Teil I (S. 35-184) beschreibt Beier die „Jugend, Kindheit und Familie“ Drewermanns. Teil II (S. 185-435) behandelt Drewermanns „Streit um die Menschlichkeit in der Religion“, will heißen: seine unsäglichen Auseinandersetzungen mit der katholischen Hierarchie. Papst emeritus Benedikt XVI. spielte darin eine ursächliche, sehr unrühmliche Rolle. Im kurzen, letzten Teil III (S. 436-485) wird Drewermann als „Wegweiser globaler Menschlichkeit und des heiligen Respekts vor allem Leben“ beschrieben.

Immer wieder sind in den Fließtext Gesamturteile eingestreut, zum Beispiel auf S. 71. Dort wird von Drewermann als dem „bekanntesten und engagiertesten Vertreter der deutschen Friedensbewegung im weiteren Sinne und [zum] kulturellen Symbol für psychische und geistige Gewaltlosigkeit in der Religion und der Menschheit schlechthin“ geredet. Dies klingt für meine Ohren etwas überzogen. Offensichtlich too much ist es in der „Einführung“ (S. 11-34) : „Drewermanns Bedeutung für die Menschheitsgeschichte kann kaum überschätzt werden.“ (S. 22)

Trotz aller Kritik darf, kann und muss abschließend fest gehalten werden, dass Beier ein zwar parteiischer, aber sehr kenntnisreicher und der wohl kompetenteste Biograph des umstrittenen katholischen Theologen Drewermann ist. (gm)


Matthias Beier
Eugen Drewermann
Die Biografie

1. Auflage 2017
Format 14 x 22 cm
518 Seiten
Hardcover mit Schutzumschlag
mit zahlreichen Fotos
ISBN: 978-3-8436-0601-1
€ 50,00

Patmos Verlag

Druckbare Version

Homolka, W.: Übergänge Balleis, P.: Seht den Menschen