Volp, Ulrich: Gregor von Nyssa
Volp, Ulrich: Gregor von Nyssa
Der Beitrag in Wikipedia zum Stichworten Seele ist einer der längsten; er umfasst – Stand Mitte 2026 – fast 100 Seiten und sage und schreibe 317 Anmerkungen. Der altkirchliche Kirchenvater Gregor von Nyssa (siehe zum Beispiel ) taucht leider darin gar nicht auf. Dabei spielte seine hier vorzustellende Schrift in der Diskussion um die Unsterblichkeit der Seele in der Alten Kirche die entscheidende Rolle.
Dieser Übersetzung – so erfährt man im Vorwort - zugrunde liegen ungefähr 70 Handschriften, Übersetzungen und ältere Druckausgaben, ein Zeichen dafür, wie populär Gregor von Nyssas Schrift war. Er konzipierte und verfasste seine Schrift strukturell gleich wie 750 Jahre zuvor Platon seinen Dialog Phaidon. Geht es darin um Sokrates / Platons Seelenglauben, so bei Gregor im Dialog mit Makrina um das christliche begründete Gegenmodell. Als heutige Leser*in ist man sehr dankbar für die Erläuterungen (S. 118-148) des Herausgebers und Übersetzers Ulrich Volp.
Von Sokrates heißt es im Phaidon, dass er „glückselig“, „standhaft und edel endete“. Im „Todesmonat November“ und darüber hinaus könnte die Auseinandersetzung mit Gregor von Nyssa interessant und behilflich sein. (gm)
Ulrich Volp (Hg. und Übersetzer)
Gregor von Nyssa
Über die Seele und die Auferstehung
Taschenbuch
157 S.
24,-- €