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Jesus Tasse entdeckt?

Wurde das bislang älteste archäologische Zeugnis über Jesus Christus entdeckt?

Der französische Unterwasserarchäologe F. Goddio hält es für möglich, das bislang älteste archäologische Zeugnis über Jesus Christus entdeckt zu haben. Im Hafen von Alexandria (Ägypten) fand er eine Schale, die seiner Ansicht nach aus der Zeit zwischen dem späten 2. vorchristlichen Jahrhundert und dem frühen 1. nachchristlichen Jahrhundert stammt.

Dieses Fundstück enthält die griechische Inschrift: „DIA CHRESTOU O GOISTAIS". Dies kann übersetzt werden mit „Chrestos (Christus) der Magier" oder „Magier durch Chrestos". Nach Angaben von MSNBC bietet Goddio zwei Interpretationen an. Entweder werde Jesus Christus selbst als Zauberer bezeichnet, weil er viele Wunder getan habe, oder ein Zauberer habe sich bei der Durchführung seiner Riten auf den damals erst kürzlich verstorbenen Jesus Christus berufen. Auf jeden Fall handele es sich um den frühesten schriftlichen Nachweis des Christentums. Denn bisher galten Briefe des Apostels Paulus als älteste schriftliche Zeugnisse des Christentums.

ABER: Theologieprofessor mahnt zur Vorsicht
Kritiker wie der englische Archäologe Prof. Bert Smith (Oxford) halten auch eine ganz andere Interpretation für möglich: Die Schale könnte ein Geschenk an eine Person mit dem damals gebräuchlichen Namen "Chrestos" gewesen sein, der der Gemeinde „Ogoistais" angehörte.
Auch der deutsche Theologieprofessor Rainer Riesner (Dortmund) mahnt zur Vorsicht. Angesichts der sehr unsicheren Datierung der Schale und des unterschiedlich deutbaren Textes sei es „eher unwahrscheinlich, dass die Schale mit Jesus Christus in Verbindung gebracht werden kann“. Riesner hat sich auch intensiv mit biblischer Archäologie beschäftigt.

Die Schale ist bis zum 15. November im Matadero Kulturzentrum in der spanischen Hauptstadt Madrid ausgestellt.

Quelle: idea

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